Startseite Zurück aus Alaska: AWI begrüßt neuen Direktor
In den vergangenen elf Jahren leitete Hajo Eicken in Alaska das International Arctic Research Center (IARC). „Ich trete meine neue Aufgabe mit großer Vorfreude an. Als ich meinen amerikanischen Kolleginnen und Kollegen von meinem Wechsel erzählt habe, war die Reaktion meist dieselbe: Alle freuten sich mit mir, denn das AWI ist weltweit für seine beeindruckende Forschung bekannt“, sagt er. Eicken wird Nachfolger von Meeresbiologin Antje Boetius. Sie war im Frühjahr 2025 als neue Präsidentin an das Monterey Bay Aquarium Research Institute in Kalifornien gewechselt.
Hajo Eicken bringt laut AWI ein weitgespanntes Netzwerk aus nationalen und internationalen Kooperationen mit, das verschiedene Disziplinen und Beteiligte aus Politik, Forschung sowie der Zivilgesellschaft verbinde. Neben seiner eigenen Expertise als renommierter Glaziologe werde er dieses nun am AWI einbringen und erweitern. „Ich möchte die Idee einer ganzheitlichen Polarforschung an unserem Institut weiter stärken – indem wir Gesellschaftswissenschaften und indigene Wissensformen stärker in unsere Arbeit einbeziehen und die Zusammenarbeit mit dem öffentlichen und privaten Sektor ausbauen.“
Der gebürtige Bremerhavener hat 1990 an der Universität Bremen promoviert und bis 1997 im Bereich der Ozeanischen und Atmosphärischen Physik am AWI geforscht. „Das AWI hat mir vor fast 30 Jahren den Sprung nach Alaska ermöglicht, jetzt komme ich hierher zurück an ein Zentrum, dessen Exzellenz in alle Welt ausstrahlt. Dass ich vor sechs Jahrzehnten in Bremerhaven geboren wurde, ist für mich persönlich auch ein schöner Kreis, der sich nun schließt.“