Startseite Werftquartier: 40 Millionen zum Auftakt
Für Petram ist das Projekt eine Herzensangelegenheit. Er kennt jedes Detail, hat seine Impulse für die Gestaltung mit- oder besser vorgegeben. „Ich will es schön haben. Gerade, wenn man am Wasser baut, muss die Optik stimmen“, findet er. Die Architektur müsse solch einer exponierten Lage gerecht werden. Petram setzt dabei auf Vielfalt. Es entstehen mehrere Wohnkomplexe, wobei die Gebäude unterschiedliche Höhen zwischen vier und sieben Geschossen aufweisen, die terrassenförmig auf- und absteigen. Dazu wurden unterschiedliche Klinkerfarben und unterschiedliche Gestaltungselemente ausgewählt. Mal sind an einer Fassade die Esszimmer bodentief verglast, mal gibt es auffällig umrahmte Fenster, ein Gestaltungselement, das ursprünglich aus der maurischen Architektur stammt. Die Grundrisse sind so angeordnet, dass fast alle Wohnungen Blick aufs Wasser haben.
Im Erdgeschoss ist Platz für Gewerbe, Café oder Restaurant, dazu kommen innen liegende, von außen nicht zu sehende Parkdecks.
Gebaut werden 3-Zimmer-Wohnungen von 75 bis knapp 100 Quadratmetern, die zur Miete angeboten werden. Alles ist barrierefrei. „Ich baue so, dass ich auch einziehen würde“, sagt Petram. Und das tut er tatsächlich. Seine Wohnung hat er sich bereits ausgesucht. Direkt über den Büroräumen der Petram Group im Erdgeschoss. Jede Wohnung hat ein Bad en suite, das mit dem Schlafzimmer verbunden ist, dazu ein Gästebad, einen Hauswirtschaftsraum, einen – manchmal auch zwei – große Balkone. Einige der Zweitbalkone werden verglast, so Petram.
In den meisten Fällen erhalten die Mieter einen separaten Abstellraum direkt auf der Etage. „Die haben wir auf der Nordseite vorgesehen, die für Wohnräume nicht attraktiv ist“, so Petram.
Die 108 Wohnungen sind der Auftakt an der Riedemannstraße, die für das Projekt ein paar Meter in Richtung Geestemünde verlegt wird. Zwei weitere Bauabschnitte mit 100 und 105 Wohnungen sind geplant. Die frühere zentrale Ausrüstungswerkstatt der Werft wird dafür abgerissen. Momentan sitzt Petram selbst noch in dem Gebäude.
Mit einer Investition von 120 Millionen Euro kalkuliert der Unternehmer in diesem Bereich. Auch die Kajen werden saniert. Petram plant zudem westlich der Neubauten einen Park, in dem sechs bis acht kleine Stadtvillen entstehen. Auch für die Parkgestaltung übernimmt er die Kosten. „Ich will einfach nicht noch weitere Jahre warten“, meint er.
Den Abschluss bildet – in einigen Jahren – die Neugestaltung der Fläche rund um den früheren Helgen. Dort soll tatsächlich ein Hochhaus entstehen sowie eine Open-Air-Veranstaltungsfläche.