Rönner übernimmt Maschinenbauer

Zum Herbst 2025 erweitert die Bremerhavener Heinrich Rönner Gruppe ihr Unternehmensnetzwerk um die GMW Burg GmbH in Sachsen-Anhalt.

Der Maschinenbauer mit Sitz in Burg bei Magdeburg ist auf Sonder- und Schwermaschinenbau spezialisiert und firmierte zuletzt unter dem Namen GMW Prämab GmbH. Künftig tritt das Unternehmen als GMW Burg GmbH innerhalb der Heinrich Rönner Gruppe auf, wie die in Bremerhaven ansässige Unternehmensgruppe mitteilt.

Mit rund 70 übernommenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern fertigt GMW Maschinen, Anlagen und Bauteile mit Stückgewichten von bis zu 100 Tonnen. Das Leistungsspektrum reicht von Engineering und Konstruktion über Schwer-Zerspanung, Montage und Inbetriebnahme bis hin zu Serviceleistungen beim Kunden vor Ort. Zu den Abnehmern zählen Unternehmen aus dem Schiffsbau, der Luft- und Raumfahrt, der Walzwerkstechnik, der Energiegewinnung sowie der Antriebstechnik.

Mit der Übernahme erweitert die Rönner Gruppe, zu der bereits 15 Unternehmungen wie die Bredo-Werft und Stahlbau-Nord, aber auch Metall- und Holzbau zählen, ihr Portfolio gezielt im Bereich Sonder- und Schwermaschinenbau. Zusätzlich schafft die Integration neue Kapazitäten und Synergien innerhalb der Gruppe. Die Ursprünge des Unternehmens reichen zurück in die Jahre 1991 (GMW GmbH & Co. KG) und 1997 (Prämab GmbH). Sie fusionierten 2018 zur GMW Prämab GmbH. Am Standort in Burg verfügt das Unternehmen über eine Hallenfläche von rund 5.600 Quadratmetern sowie über einen modernen Maschinenpark und erfahrene Fachkräfte.

In den vergangenen Monaten erlebte die Belegschaft jedoch eine schwierige Zeit. Zum 1. August 2024 übernahm die Münchener Mey Group GmbH das Unternehmen, das damit zur hundertprozentigen Tochtergesellschaft wurde. Bereits im März 2025 geriet GMW jedoch in wirtschaftliche Schieflage. Trotz voller Auftragsbücher konnten neue Projekte nicht vorfinanziert werden, wie Geschäftsführer Matthias Jung damals der Mitteldeutschen Zeitung sagte.

Da der Eigentümer keine weiteren Mittel zur Verfügung stellte, musste das Unternehmen mit 128 Beschäftigten Insolvenz anmelden. Im Sommer 2025 galt die Schließung des Standorts bereits als wahrscheinlich. Mitte September dann die überraschende Wende: Im Hintergrund verhandelten der Insolvenzverwalter und die Heinrich Rönner Gruppe weiter – mit Erfolg. 70 Arbeitsplätze konnten so in Burg gesichert werden.