Startseite Nordholz: Neues Quartier für die Bundeswehr
Mietwohnungen sind in der Gemeinde Wurster Nordseeküste knapp – auch am wachsenden Marinefliegerstützpunkt in Nordholz. Weil der Stützpunkt personell wächst, will die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) an der „Bundesstraße 16-19“ ein Quartier für Bundeswehrangehörige errichten.
Auf dem rund 8.000 Quadratmeter großen Grundstück könnten bis zu 64 neue Wohnungen entstehen. Die BImA will dafür eine Bauvoranfrage einreichen. Der Baubeginn ist für 2030, die Bezugsfertigkeit für 2032 geplant.
Derzeit stehen dort mehrere ältere Siedlungshäuser, von denen einige bereits leer stehen. Das berichtete Bauamtsmitarbeiter Jörg Jungclaus im Bauausschuss der Gemeinde Wurster Nordseeküste in Nordholz.
Ein von der BImA beauftragtes Architekturbüro hat zwei Entwürfe vorgelegt. Beide sehen barrierefreien Wohnraum vor, unterscheiden sich aber in Gestaltung und Anordnung.
Variante 1 umfasst fünf freistehende Häuser mit 64 Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen, darunter acht rollstuhlgerechte. Drei Gebäude an der Bundesstraße sind dreigeschossig, zwei dahinterliegende zweigeschossig. Zwischen den hinteren Gebäuden sind Grünflächen, eine Begegnungsstätte und ein Spielplatz vorgesehen. Die Zufahrt soll über die Bahnhofstraße erfolgen, die Ausfahrt im Norden auf die Landesstraße 135 führen. Zum Konzept gehören außerdem eine Einbahnstraßenregelung, Regenwasserversickerung über Rigolen, Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen.
Variante 2 sieht 61 Wohnungen mit zwei bis vier Zimmern vor und konzentriert die Bebauung stärker. An der alten Bundesstraße soll ein rund 115 Meter langer und bis zu zehn Meter hoher Gebäudekomplex entstehen, dahinter zwei weitere Häuser mit jeweils mehr als 40 Metern Länge. Dadurch bliebe weniger zusammenhängende Freifläche. Die flach geneigten Pultdächer wirkten weitgehend wie Flachdächer.
Verwaltungsintern bevorzugt die Gemeinde die aufgelockerte erste Lösung. „Die fünf Einzelhäuser fügen sich städtebaulich und gestalterisch besser in die Umgebung ein“, begründete Jungclaus die Präferenz. Da es für das Grundstück keinen Bebauungsplan gibt, muss sich das Projekt nach den Regeln für den unbeplanten Innenbereich in die nähere Umgebung einfügen. Die Verwaltung hält Variante 1 grundsätzlich für genehmigungsfähig, schlägt aber ein paar Änderungen vor.
Der Bauausschuss sprach sich einstimmig für Variante 1 aus. Eine Entscheidung fällt im Rat der Gemeinde am 8. Oktober.