Neuer Anstrich spart Treibstoff

Frische Farben im Dock. Die „Ocean Victory“ liegt in der Bremerhavener Bredo-Werft in Schwimmdock 3 und dort neben Wartung auch einen neuen Unterwasseranstrich.

Auf der Bremerhavener Bredo-Werft ist ein weiteres Expeditionskreuzfahrtschiff von Polar Latitudes Expeditions im Schwimmdock 3 trockengestellt: die 104,40 Meter lange „Ocean Victory“.
Neben regulären Wartungs- und technischen Arbeiten erhält die „Ocean Victory“, die bislang für Albatros Expeditions verkehrte, nicht nur einen neuen Anstrich mit dem neuen Polar Latidudes Expeditions Logo, sondern auch einen komplett neuen Unterwasseranstrich. Dabei kommt eine biozidfreie Beschichtung des kanadischen Herstellers GIT Coatings zur Anwendung, wie das Unternehmen mitteilte.
Damit wird der Bewuchs am Schiffsrumpf gehemmt, was zu einer deutlichen Verringerung des Fahr-Widerstandes führt. Dieses bedeutet eine verbesserte Kraftstoffeffizienz und somit eine geringere Umweltbelastung. Zudem soll diese Beschichtung länger als herkömmliche Systeme halten, was den Wartungsaufwand über die Zeit reduziert. Dieser Anstrich erlaubt nach Herstellerangaben auch eine Reinigung des Schiffsrumpfes mit Bordrobotern oder ROV während der Hafenliegenzeiten, also ohne eine spezielle Dockung.
Nach Abschluss der Werftliegezeit nimmt die „Ocean Victory“ dann ohne Gäste Kurs von Bremerhaven auf Glasgow in Schottland, wo die nächste zehntägige Reise zu den Inseln des Nordatlantiks führt. Zielhafen ist dann die isländische Hauptstadt Reykjavik.
Das 2023 in China erbaute Expeditionskreuzfahrtschiff „Ocean Victoy“ mit dem markanten Design durch den sogenannten X-Bow, verfügt für Einsätze in den Polarregionen über die Polarklasse 6t. Wie das Schwesterschiff „Ocean Albatros“ ist auch die „Ocean Victory“ Teil der so genannten Infinity-Klasse, einer Serie von sieben baugleichen für Expeditionsreisen konzipierten Neubauten der amerikanischen SunStone Maritime Group.
Das Design vom Typ CX103 hat die norwegische Ulstein-Gruppe geliefert. Der robuste Schiffsrumpf mit dem markanten und patentierten X-Bow führt dabei zu einem geringeren Treibstoffverbrauch und verbessertem Seeverhalten. Die Schiffe sind mit 95 Passagierkabinen auf den sechs Passagierdecks für maximal 185 Passagiere ausgestattet.
Im Herbst 2025 fusionierenden die beiden Expeditionsreiseanbieter Albatros Expeditions und Polar Latitudes. Mit Beginn der Arktis-Saison 2026 werden nun sämtliche Reisen unter dem neuen Namen Polar Latitudes Expeditions durchgeführt.
Das US-Unternehmen Polar Latitudes und die dänische Reederei Albatros Expeditions betreiben künftig gemeinsam vier Expeditionsschiffe: die baugleichen „Ocean Albatros“ und „Ocean Victory“ sowie die „Ocean Nova“ und die „Seaventure“, hierbei handelt es sich um die ehemalige „Bremen“ von Hapag Lloyd Cruises.

Neben regulären Wartungs- und technischen Arbeiten erhält auch die „Ocean Victory“, die bislang für Albatros Expeditions verkehrte, einen neuen Anstrich mit dem neuen Polar Latidudes Expeditions Logo als auch einen komplett neuen Unterwasseranstrich.