Startseite Mehr als ein Parkhaus: der Mobility Hub
Der prämierte Entwurf überzeugte durch Innovation, Offenheit und einen konsequent ökologischen Ansatz – und setzte sich gegen starke Konkurrenz durch.
Ausgelobt wurde der Architekturwettbewerb von der BIS Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung im Auftrag des Landes Bremen und der Stadt Bremerhaven. Gesucht wurde ein multifunktionales Gebäude, das Mobilität, Handel, Wohnen und Begegnung unter einem Dach vereint – als Bindeglied zwischen Kaikante und dem angrenzenden Stadtpark.
Der Siegerentwurf sieht ein nach allen Seiten offenes, begrüntes Gebäude vor, das sich als „urbane Skulptur“ versteht. Es verbindet visuell und funktional Wasser und Grünfläche und soll als lebendiger Treffpunkt im Quartier wirken. Auf rund 470 Pkw-Stellplätzen und mehr als 50 Fahrradabstellplätzen bündelt der Hub Angebote wie Car- und Bike-Sharing, Ladeinfrastruktur sowie logistische Dienstleistungen. Eine großzügige Markthalle, Gastronomie und Gewerbeflächen im Erdgeschoss sorgen für urbanes Leben und Aufenthaltsqualität.
Ein zweiter Bauabschnitt ergänzt das Projekt um ein sogenanntes Wohnregal. In Holzhybridbauweise entstehen hier Wohnungen mit flexiblen Grundrissen, hängenden Gärten und nachhaltigen Materialien – ein Konzept, das die ökologische Grundhaltung des Gesamtprojekts weiterführt.
Besonders bemerkenswert ist der ganzheitlich nachhaltige Ansatz des Entwurfs: Begrünte Fassaden reinigen die Luft, Photovoltaikanlagen auf dem Dach liefern Strom, eine spezielle Glasfasermembran filtert Schadstoffe. Urban-Gardening-Flächen fördern Gemeinschaft und Selbstversorgung. Die tragende Holzstruktur sorgt für einen niedrigen CO2-Fußabdruck und lässt spätere Umnutzungen zu – ein Pluspunkt für die langfristige Stadtentwicklung.
Oberbürgermeister Melf Grantz sieht in dem Projekt einen wichtigen Meilenstein: „Der Mobility Hub ist ein Schlüsselbaustein für die Entwicklung des Werftquartiers.“ Nils Schnorrenberger, Geschäftsführer der BIS, spricht von einem „architektonischen Wahrzeichen“: „Er verbindet Nachhaltigkeit, Aufenthaltsqualität und urbane Lebendigkeit.“ Die Realisierung ist ab 2030 im Zuge der weiteren Quartiersentwicklung geplant.