In Loxstedt soll ein neuer Badesee entstehen

Seit Jahrzehnten wird das Areal am Loxstedter Sportpark als Sandabbaufläche genutzt. Damit ist es in Kürze vorbei, denn die Gemeinde im Landkreis Cuxhaven will sie dem Inhaber abkaufen. Loxstedt soll einen Badesee bekommen.

Dass südlich des Sportparks an der Bahnhofstraße bald geschwommen wird, ist jedenfalls sehr wahrscheinlich. Die beiden insgesamt 15 Hektar großen Wasserflächen, die dort durch den Sandabbau entstanden sind, sollen laut Bürgermeister Detlef Wellbrock bald entsprechend hergerichtet werden. Zuvor gibt es aber noch einige Fragen zu klären.

Dies aber mehr mit dem Landkreis Cuxhaven sowie der Unteren Naturschutz- beziehungsweise Wasserschutzbehörde. Weniger jedoch mit der Georg Grube GmbH. Die Firma aus Bremerhaven, die ihr Geld unter anderem mit Erd- und Tiefbauarbeiten verdient, baut seit den 1990er-Jahren südlich des heutigen Sportparks Sand ab.

„Das macht Grube aktuell auch noch. Der Rat hat im März aber beschlossen, dem Unternehmen das Areal abkaufen zu wollen. Wir sind die ganze Zeit über in einem konstruktiven Austausch“, so Wellbrock, der von einem Kaufpreis in sechsstelliger Höhe spricht und das gesamte Gebiet einschließlich der See- und Sportfläche als zusammenhängendes Projekt beschreibt.

So sollen nach seinen Worten drei Säulen verbunden werden: Sport durch die Spielfelder, Freizeit durch die Skateanlage und die Volleyballplätze sowie der See als Naherholungsfaktor. Allein: „Wir sind bislang nicht so weit, um zu sagen: ‚Bei der nächsten Wärmeperiode können die Leute schon baden‘.“

Die Gemeinde führe Gespräche mit dem Landkreis Cuxhaven, um ein Konzept für die Nutzung zu erarbeiten. Wellbrock weiß in diesem Kontext davon, dass der Grube GmbH einst die Auflage gemacht wurde, das Areal rund um den Baggersee nach Ende der Nutzung „an die Natur zurückzugeben“.

Der Bürgermeister geht gleichwohl davon aus, dass das Schwimmen erlaubt sein wird. Es gehe darum, abzuklären, wie und wo Naturschutzmaßnahmen nötig sind oder wo gebadet werden darf. „Manche Schilfstellen sollten wir belassen, wie sie sind. Die Zonen sind wichtig, damit sich der See selbst regulieren kann. Zudem wollen wir erörtern, wo Badeverbotsschilder aufgestellt werden und wo nicht.“

Mit Strandflächen zusammen ist das Areal 16 Hektar groß. Ein See, der durch eine künstliche Landzunge in einen kleineren, bis zu 1,5 Meter tiefen, und einen größeren, bis zu 8 Meter tiefen Abschnitt geteilt ist.

Der neue angedachte Badesee bietet das perfekte Idyll für die Sommertage.