Ex-Fischauktionshalle wird zur Innovationsküche

Noch in diesem Jahr soll mit dem Umbau der Halle X im Fischereihafen zur innovativen Versuchsküche begonnen werden. Der Senat gibt nach einer Prüfung jetzt grünes Licht und stellt rund elf Millionen Euro zur Verfügung.

Unter dem Namen „Food Hub First“ sollen künftig in der ehemaligen Fischauktionshalle X bestehende Unternehmen und Gründungswillige die Möglichkeit bekommen, in einer voll ausgestatteten Versuchsküche neue Produkte zu entwickeln, zu testen und in den Markt zu bringen. Damit soll die wichtige Nahrungsmittelindustrie in Bremerhaven unterstützt werden.

Jetzt hat der Senat die nötigen Mittel in Höhe von rund elf Millionen Euro bewilligt. Sobald die Ausschüsse der Bürgerschaft zugestimmt haben, soll mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Die längliche Halle X besteht aus 37 Abschnitten. Ziemlich mittig werden nun acht Abschnitte auf zwei Etagen zum „Food Hub First“ umgebaut. Die gesamten Baukosten einschließlich der Planungskosten liegen nun bei rund 9,9 Millionen Euro. Dazu kommen Umzugskosten in Höhe von 250.000 Euro. Eine Reserve von einer Million Euro wurde ebenfalls für mögliche Kostensteigerungen eingeplant.

Die Nahrungs- und Genussmittelwirtschaft ist mit rund 10.000 Beschäftigten eine der stärksten Leitbranchen in Bremerhaven. Der Fischereihafen ist zugleich einer der wichtigsten Standorte für die Herstellung von Frische- und Tiefkühlkost in Europa.

Der Innovationsdruck in der Branche ist groß. Deshalb sollen zusätzlich zu den Labors der bestehenden Unternehmen junge Unternehmen mit dem „Food Hub First“ die Möglichkeit bekommen, neue Produkte zu entwickeln. Auf rund 3.000 Quadratmetern werden dafür Versuchsküchen eingerichtet mit Laboren für Analysen, Geräten und Herstellungsanlagen.

In den kommenden zwei Jahren soll der Umbau abgeschlossen werden. Im 3. Quartal 2028, so der Plan, ist alles hergerichtet, damit im vierten Quartal der Umzug über die Bühne gehen kann. Noch in diesem Jahr stehen für den Baubeginn 2,5 Millionen Euro zur Verfügung. Im kommenden Jahr sind es gut 5 Millionen Euro und in 2028 noch 3,6 Millionen Euro.

Als Bauherrin wird die Fischereihafen-Betriebsgesellschaft (FBG) auftreten. Mieter und Betreiber des Food-Labs wird weiterhin das Technologie-Transfer-Zentrum (TTZ) sein. Das hat bislang gute Erfahrungen mit dem Projekt in der Halle XIV gemacht. Weitere Anfragen von Start-up-Projekten sind für das Ressort ein Beleg für eine steigende Auslastung.

Junge Unternehmen können im First bis zu zwölf Monate lang unter realen Produktionsbedingungen testen, ob ihr Verfahren auch in größerem Maßstab wirtschaftlich tragfähig ist.