Emissionsarm: Moderner Weserfähre-Neubau

Bremerhaven: Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat 35 Millionen Euro für den Bau einer neuen Weserfähre mit einem emissionsarmen Antrieb auf Basis einer Methanol-Brennstoffzelle beschlossen. Das teilte der SPD-Bundestagsabgeordnete Uwe Schmidt mit.

Im kommenden Jahr stehen im Verkehrshaushalt insgesamt 12,65 Millionen Euro für die nachhaltige Modernisierung der Küstenschifffahrt zur Verfügung. Das teilte der SPD-Bundestagsabgeordnete Uwe Schmidt mit. Davon profitiert ganz konkret ein Projekt in Bremerhaven: „2026 können 500.000 Euro für die Ausschreibung einer neuen Weserfähre mit einem emissionsarmen Antrieb auf Basis einer Methanol-Brennstoffzelle verwendet werden“, so Schmidt. „Zusätzlich stellen wir in den Folgejahren 34,5 Millionen Euro über Verpflichtungsermächtigungen für die Planung, Konstruktion und Inbetriebnahme dieser Fähre auf der Weser bereit.“ Mit den Bundesmitteln in Höhe von insgesamt 35 Millionen Euro sei endlich ein Nachfolgebau für die 50 Jahre alte Weserfähre Nordenham in Sicht, freut sich Schmidt.

„Wir setzen auf klimafreundliche Schifffahrt: Der neue Antrieb mit einer Methanol-Brennstoffzelle hat große ökologische und langfristig auch wirtschaftliche Vorteile“, unterstreicht der Bremerhavener Bundestagsabgeordnete. Besonders wichtig sei dies für das sensible Einsatzgebiet der Fähre zwischen Bremerhaven und Nordenham, welches durch das geschützte Wattenmeer und das FFH-Gebiet führe, erklärt Schmidt. „Im Vergleich zu traditionellen Diesel-Fähren ist die Methanol-Brennstoffzelle fast emissionsfrei und läuft sehr leise. Das schützt die empfindliche Natur und die einzigartigen Lebensräume“, so der Abgeordnete, der sich in den Verhandlungen für das Projekt stark gemacht hatte.

Grünes Methanol werde in Zukunft ein wichtiger alternativer Kraftstoff für die Schifffahrt. „In Bremerhaven können wir den Einsatz dieses Kraftstoffs in einer Brennstoffzelle auf einer Fähre testen – direkt an der Außenweser und in der Nähe wichtiger Forschungseinrichtungen wie dem Fraunhofer IWES und dem ttz Bremerhaven“, betont Schmidt. „So können wir die Technik unter realen Bedingungen erproben und wissenschaftlich begleiten. Der Standortvorteil ist offensichtlich: In unserer Seestadt gibt es bereits eine entsprechende Betankungsanlage, und sowohl im Hafen als auch auf den Schiffen gibt es viel Erfahrung im Umgang mit Methanol.“ Das bedeute, dass keine teuren oder risikoreichen Investitionen in neue Infrastruktur investiert werden müsse. Und genau das ermögliche eine umweltfreundliche, wirtschaftliche und reibungslose Umsetzung des Projekts, ist Schmidt überzeugt.