Startseite Cuxland verbessert sein Radwege-Netz
Das Cuxland gilt als Radler-Paradies – abgesehen vielleicht vom oft frischen Wind hier an der Küste. 1.300 Kilometer lang ist das touristisch beschilderte Radweg-Netz in dem Landkreis, der fast so groß wie das Saarland ist. Es gibt zwölf Themen-Radwege, vom Moorpadd über „De Geest“ bis zu „De Stroom“, sechs Radfernwege, darunter der beliebte Elbe- wie der Weserradweg, die Deutsche Fährstraße oder die Route „Vom Teufelsmoor zum Wattenmeer“. Zusätzlich gibt es in einigen Gemeinden regionale Routen.
Die Urlauber, die im Sommer ins Cuxland strömen, bringen häufig ihr Rad mit oder leihen sich hier eins. Und es gibt immer mehr begeisterte Radler, die das Elbe-Weser-Dreieck für sich entdeckt haben. Für den Kreis ist der Radtourismus inzwischen immens wichtig, macht Christina Brandt, Fachbereichsleiterin Cuxland-Tourismus bei der Agentur für Wirtschaftsförderung, bei jeder Gelegenheit deutlich.
Eine Rundum-Modernisierung soll das Radwegenetz im Cuxland auf Vordermann bringen. Der Kreistag hat im Winter den Startschuss für das Projekt gegeben, das fast 900.000 Euro kosten wird. Nach Auskunft von Kreis-Sprecherin Simone Starke steckt man noch in den vorbereitenden Planungen. Der Kreis hofft bei der Umsetzung auf Fördermittel vom Land Niedersachsen, mit denen bis zu 60 Prozent der Kosten gedeckt werden könnten. Derzeit ist man im Kreishaus dabei, die Unterlagen für den Förderantrag zusammenzustellen.
Was vor allem modernisiert werden soll, sind die Wegweiser. Die werden nicht nur erneuert, sondern bekommen ein neues, einfacheres Leitsystem. Alle wichtigen „Kreuzungen“ im Radwegenetz werden durchnummeriert. Diese Nummern (oft auf auffällig roten Schildern) werden an die Wegweiser montiert. Zudem wird an jeder „Kreuzung“, genannt Knotenpunkt, eine Übersichtskarte mit dem aktuellen Standort und den Wegen zum nächsten Knotenpunkt installiert. Die Radler können ihre Tour vorab online in einer App oder via Karte planen, können sich dann die Zahlen ihrer Wunsch-Route aufschreiben und müssen sich unterwegs nur noch an den Nummern orientieren.
Das Ganze nennt sich Knotenpunkt-Beschilderung, so Brandt, und ist der neueste Renner. Nicht nur in den Niederlanden, wo das System seit Jahren praktiziert wird, auch in Niedersachsen statten immer mehr Kreise ihre Radwege damit aus. Die Nachbar-Kreise Stade, Rotenburg, Osterholz und Wesermarsch seien entweder mitten in der Umsetzung oder stünden unmittelbar davor, so die Tourismus-Fachfrau.
Neben dieser neuen Beschilderung will der Kreis an seinen touristischen Radwegen rund 250 Anlehnbügel für Fahrräder aufstellen. Zudem sollen 50 neue Info-Tafeln, 40 Rastplätze mit Tischen und Bänken, 10 Gepäckschließfächer und 20 Servicestationen für die Reparaturen am Wegesrand geschaffen werden. Der Kreis hofft, damit auch die begehrte Zertifizierung als sogenannte ADFC-Radreiseregion zu bekommen.