Cuxhaven baut für Windkraft neue Liegeplätze

Von oben wirkt die Baustelle wie ein neu gezeichnetes Stück Küstenlinie: Die Hauptwand ist bereits fertig, jetzt wird Fläche aufgespült, um Platz für die Anforderungen der On- und Offshore Windenergie zu schaffen.

Das Land investiert hohe Millionenbeträge in die Hafenentwicklung in Cuxhaven. Für den Bau der Liegeplätze 5-7 gibt Niedersachsen Ports 300 Millionen Euro aus. Ende 2028 soll der abgeschlossen sein. Drei neue Liegeplätze und 38 Hektar schwerlastfähiges Hafengelände werden auf einer Länge von rund 1,25 Kilometern geschaffen. Cuxhaven hatte sich im Wettbewerb um den Bau eines Schwerlasthafens für die Offshore-Industrie frühzeitig. Mehrere Betriebe der Branche haben sich hier angesiedelt, unter anderem Siemens-Gamesa. Jetzt wird noch weiter ausgebaut.

Die komplette Hauptwand steht bereits. Und inzwischen laufen auch die Aufspülarbeiten auf Hochtouren: Bis zu 70.0000 Kubikmeter Sand werden pro Tag eingespült. Voraussichtlich Ende Oktober enden die Spülarbeiten.

Nicht zuletzt dank der On- und Offshore-Industrie prognostizierte Cuxhavens Oberbürgermeister Uwe Santjer einen weiteren Arbeitskräftezuwachs im Hafen: Alles in allem biete der Hafen rund 5.000 Jobs. Er gehe von 1.500 bis 2.000 weiteren aus – und das sei „historisch“.

Der Bau einer neuen Schwerlastbrücke soll noch in diesem Jahr beginnen. Die Fertigstellung wird für 2029 angestrebt. Die Brücke verbindet später die Bundesstraße B73 mit den Umschlags- und Gewerbeflächen im Hafen sowie dem Siemens-Gamesa-Werk. Das Projekt der Stadt Cuxhaven wird von N-Ports unterstützt.

Außerdem will N-Ports für sieben Millionen Euro die Schienenanbindung im Hafen Cuxhaven verbessern. Deshalb sind im Bereich des ehemaligen Fischversandbahnhofs drei weitere Gleise und die Anpassung eines bestehenden Gleises vorgesehen.

Noch 2026 ertönt der Startschuss für den Lückenschluss im Neuen Fischereihafen. 2027 soll diese Maßnahme enden, die N-Ports 5,5 Millionen Euro wert ist. Errichtet wird eine 80 Meter lange Spundwand. Auf diese Weise ergeben sich neue, zusammenhängende Flächen für Hafenumschlag und logistische Prozesse.

Darüber hinaus investiert N-Ports kräftig in die Sanierung des touristischen Wahrzeichens „Alte Liebe“: 5,5 Millionen Euro werden für besseren Wasserschutz und eine höhere Aufenthaltsqualität ausgegeben.

Blick aus der Vogelperspektive auf die Großbaustelle für die Erweiterung des Cuxhavener Hafens.