Startseite Baustart für Fregatten der Bundeswehr
Thyssen-Krupp Marine Systems (TKMS) und das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) in Koblenz haben am 3. Februar einen Vorvertrag für das Projekt Meko A-200 DEU unterzeichnet. Der Vorvertrag dient dazu, die Ablieferung des ersten Schiffes dieser Schiffsklasse bis Ende 2029 an die Deutsche Marine zu ermöglichen und zentrale vorbereitende Maßnahmen einzuleiten. Der Start der vorbereitenden Maßnahmen ist für Februar 2026 vorgesehen.
Dr. Oliver Juckenhöfel, Executive Vice President Surface Vessels bei TKMS, erklärt: „Mit dem Vorvertrag wird die Grundlage für den unmittelbaren Projekthochlauf geschaffen. Der Vertrag ermöglicht uns insbesondere die Materialbeschaffung sowie den Beginn sofortiger Stahlarbeiten auf der Bauwerft.“
Über den Vorvertrag sind zunächst Beschaffungen und Arbeiten mit einem Umfang von bis zu 50 Millionen Euro bis Ende März abgedeckt. Soweit erforderlich, besteht darüber hinaus die Möglichkeit, den Vertrag schrittweise zu verlängern.
Die Unterzeichnung des Vorvertrags markiert den offiziellen Projektstart der Meko A-200 DEU. Damit ist noch kein offizieller Bauvertrag verbunden. Die Entscheidung hierzu steht noch aus. Von diesem Schiffstyp fahren bereits neun Fregatten für Algerien, Südafrika und Ägypten.
Als Partner für dieses Bauprojekt hatte TKMS schon frühzeitig die Bremerhavener Rönner-Gruppe ausgewählt, die zwischen 2019 und 2023 schon drei Fregatten für Ägypten im Unterauftrag von TKMS gefertigt hat. Nach bislang noch unbestätigten Meldungen sollen bis zu vier Fregatten in der Lunehalle von der Rönner-Tochter Stahlbau-Nord und zwei Fregatten bei der Flensburger Shipyard gefertigt werden. In Hafenkreisen wird schon seit längerer Zeit berichtet, dass man sich bei Stahlbau-Nord auf einen größeren Marineauftrag vorbereitet.
Der Bau der Meko-Fregatten gehört zu einer neuen Doppelstrategie des Bundes zur Beschaffung neuer Fregatten für die Marine. Ursprünglich sollten die 2020 bestellten Fregatten aus dem F126-Programm von German Naval Yards in Zusammenarbeit mit der niederländischen Damen-Gruppe realisiert werden. Nach Planungsschwierigkeiten kam schon im letzten Jahr TKMS als Alternative ins Spiel. Nach aktuellem Stand soll eine Kombination beider Programme den Bedarf der Marine decken. „Wir geben die F126 nicht auf“, sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius. „Aber wir wollen zweigleisig fahren.“