440 Tonnen schwer: BLG tauft neuen Mobilkran

Der neue BLG-Hafenmobilkran heißt Frieda. Benannt nach einer Sechsjährigen und einem cleveren Akronym. Bei der Taufparty wird klar: Mit der Investition in Frieda setzt die BLG ein Zeichen für die Zukunft der Hafenentwicklung.

Caramia Frieda lacht und nimmt Platz am Fuß ihrer viel größeren Namensvetterin: Der neue BLG-Hafenmobilkran im Bremerhavener Überseehafen heißt wie sie: Frieda. Frieda ist aber nicht nur der Zweitname der Sechsjährigen. Es ist ein Akronym, also ein aus Anfangsbuchstaben mehrerer Wörter gebildetes Kurzwort, das der Gewinner des Namenswettbewerbs virtuos zusammengesetzt hat: „unktionaler angierkran für ndustrielle ntladung und ynamische nwendung.“ Der Vorschlag von Roberto Larze hat einer Jury von BLG und NORDSEE-ZEITUNG am besten gefallen.

Laut Axel Krichel, operativer Geschäftsführer der BLG, stehe Frieda symbolisch für die Weiterentwicklung des Standorts der BLG in Bremerhaven, die in vollem Gange sei. „Wenn man die Hafenentwicklung in Deutschland betrachtet, kommt man an der BLG nicht vorbei“, sagt Liebherr-Manager Andreas Ritschel, der mit Projektleiter Maik Laudan den Kran erstmals am Einsatzort sah. Drei Tage dauerte die Lieferung per Schiff von Rostock nach Bremerhaven. Zusammen mit Kranführer Jörg Wode nahmen sie die etwa 112 Stufen über die innen liegende Wendeltreppe nach oben. „Toll, den Kran in der natürlichen Umgebung zu sehen“, scherzt der Projektleiter über den laut Liebherr meistgekauften Mobilkran der Welt.

Jörg Wode aus Bremen-Nord ist Kranführer und Ausbilder am „High & Heavy“- Terminal. Er hat Frieda als Erster bedient: Am 4. Juli wurde ein 118 Tonnen schwerer Transformator verladen. Wode freut sich sehr über seinen neuen Arbeitsplatz mit bequemem Sitz, Klimaanlage und der modernen Bedientechnik. Der alte Kran hat 25 Jahre auf dem Buckel.

Bremens Häfensenatorin Kristina Vogt betont, dass die Landespolitik sich über die Bedeutung den Häfen bewusst sei. Deshalb werde trotz der klammen Kassen investiert – ab 2026 sollen Kajen erneuert werden. Auch die BLG will weiter investieren.

Der Kran wird am Wasser stehen und schwere Güter heben, die nicht in die Autotransporter gefahren werden können. Oder er be- und entlädt Güter auf Lastwagen. Mit einer Hebekapazität von bis zu 154 Tonnen, einer Ausladung von 54 Metern und einem Eigengewicht von 440 Tonnen sei das Gerät optimal für die Anforderungen moderner Schwerlastverladungen ausgelegt. Der BLG RoRo-Terminal Bremerhaven zählt zu den führenden in Europa. Umschlagvolumen rund 1 Million Tonnen.