Startseite Nordholzer Industriegebiet steht vor Expansion
Das Industriegebiet der Gemeinde Wurster Nordseeküste am Flughafen in Wanhöden soll weiter wachsen. Zwar ist bislang noch kein Grundstückskaufvertrag unterschrieben, betonte Gemeindebürgermeister Jörg-Andreas Sagemühl (CDU) im jüngsten Ausschuss für Nachhaltigkeit, Umwelt, Bauen und Wirtschaft der Gemeinde Wurster Nordseeküste. Dennoch sei das Interesse von Unternehmen groß, sich dort anzusiedeln. „Die Nachfrage nach Bauplätzen ist nicht abgerissen, sie nimmt eher noch zu.“
Einen ersten Beschluss zur Erweiterung des Gebietes hatte es bereits im Dezember 2024 gegeben. Dieser umfasste aber lediglich Bereiche, die bereits als gewerbliche Flächen ausgewiesen waren. Nach Gesprächen mit dem Landkreis Cuxhaven und potenziellen Investoren hat die Gemeinde nun beschlossen, einen deutlich größeren Bereich zu überplanen.
Um sich alle Optionen für eine Weiterentwicklung des Areals offen zu halten, sehen die aktuellen Pläne eine Gesamtfläche von 25,5 Hektar für das Industriegebiet vor. Bislang sind davon acht Hektar als gewerbliche Baufläche ausgewiesen – 17,5 Hektar könnten dazukommen.
Bauamtsleiterin Norma Warncke sprach von einem „sehr umfangreichen Verfahren, bevor wir offiziell starten können“. Daher sei aktuell auch noch nicht klar, ob der Gemeinde am Ende tatsächlich 25,5 Hektar gewerbliche Baufläche zur Verfügung stehen. Zunächst müssten diverse Gutachten erstellt werden. Beispielhaft führte sie Wald- und Verkehrsbelange an sowie Immissionen, die vom Industriegebiet ausgehen.
Warncke verwies auch darauf, dass die Gemeinde Kompensation nicht nur für den Wald, sondern für den grundsätzlichen Eingriff in den Naturhaushalt leisten müsse. „Bei einem geplanten Versiegelungsgrad von 80 Prozent werden wir auch die Regenwasserbewirtschaftung mit Rückhaltebecken planen müssen.“
Aus Sicht der Gemeinde ist es wirtschaftlicher, möglichst viel gewerbliche Baufläche an einem Standort zu schaffen. „Es ist der Versuch, hier einzusteigen, aber wir müssen alle Belange gerecht abwägen“, so Warncke. „Ob wir am Ende die ganz große Lösung haben werden, kann ich bisher nicht sagen.“ Angesprochen von Wanhödenern, was das für den ohnehin schon starken Lkw-Verkehr im Dorf bedeutet, sagte Sagemühl, dass sich die Gemeinde bereits im Gespräch mit der N-Bank befände. Dabei geht es um Fördermittel für eine Alternativroute, die von der Autobahn in das Industriegebiet Wanhöden führt. Diese ist aus Sicht des Bürgermeisters unbedingt erforderlich, wenn das Industriegebiet Wanhöden weiterwächst.