Startseite Sail lockt 1,34 Millionen Besucher an
Die Besucherzahl hat die Erlebnis Bremerhaven als Veranstalter bekannt gegeben. Ermittelt wurde die Zahl mithilfe einer neuartigen Messmethode. Dabei kam das System Ariadne zum Einsatz, das anhand anonymer Mobilfunksignale die Besucherströme erfasst.
Das Wichtigste: die vielen Menschen feierten friedlich und fröhlich. Sie genossen das besondere Seefahrer-Flair am Neuen Hafen und im Fischereihafen in Bremerhaven. „Nach zehn Jahren Pause kann ich sagen: Was für ein Comeback der Sail. Wir haben fünf Tage erlebt, die neue Maßstäbe gesetzt haben“, sagte Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz. Eigentlich findet die Sail seit 1986 alle fünf Jahre statt, 2020 fiel sie aber wegen der Corona-Pandemie aus. 2030 soll es die nächste Auflage geben.
Mit einer großen Windjammer-Parade hatte die Veranstaltung, die unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier steht, am Mittwoch begonnen. Fünf Tage lang haben sich Staatsschiffe, Großsegler und historische Nachbauten den Besuchern präsentiert. Die Crews zeigten sich freundlich und offen, die Besucher waren größtenteils begeistert. Mehr als 800 ehrenamtliche Helfer machten die Sail möglich. Bis auf die erwartbaren Staus bei der Anreise gab es keine besonderen Vorkommnisse. Das Sicherheitskonzept hat gewirkt. Bremerhavens Tourismuschef Michael Gerber zeigte sich rundum zufrieden.
Die maritime Großveranstaltung kostet rund drei Millionen Euro, 1,1 Millionen davon trägt das Land Bremen. Der Rest wird unter anderem über Sponsoren, Standmieten, Souvenirverkauf und Schiffstörns eingenommen. Nach Angaben von Ralf Meyer, Geschäftsführer des Sail-Organisationskomitees, hatten 8.700 Besucher einen Ausflug auf einem der Schiffe gebucht. Die vier Konzerte an der Seebäderkaje besuchten 15.000 Menschen. Ein Höhepunkt war die Drohnenshow mit Feuerwerk am Samstagabend mit 80.000 Gästen.
Mehrere Schiffe, darunter das Sail-Flaggschiff „Alexander von Humboldt II“, verließen Bremerhaven bereits am Sonntag wieder, um nach Amsterdam weiterzufahren, wo ab Mittwoch ebenfalls ein Windjammer-Treffen stattfindet.