Retinologie-Zentrum für Bremerhaven

Die Augenärzte Niederelbe und das Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide (KBR) bauen in Bremerhaven ein retinologisches Zentrum auf. Ziel: eine wohnortnahe Versorgung bei komplexen Netzhauterkrankungen.

Bislang mussten Patientinnen und Patienten aus Bremerhaven und dem Elbe-Weser-Dreieck für entsprechende Eingriffe häufig nach Bremen ausweichen.
Im Mittelpunkt steht die vitreoretinale Chirurgie. Operativ behandelt werden sollen unter anderem Netzhautablösungen, Blutungen im Glaskörper, diabetische Netzhautveränderungen, Makulaforamen sowie Folgen der altersbedingten Makuladegeneration. Nach Angaben der Beteiligten kann bei einigen Krankheitsbildern ein schnelles Zeitfenster entscheidend sein.
Operativ arbeiten in der neuen Struktur drei Ärztinnen und Ärzte: Dr. med. Andreas Bohlen, der zum 1. Oktober 2024 zu den Augenärzten Niederelbe gewechselt ist, sowie PD Dr. med. Andreas Schüler und Tina Siegmund-Delić. Bohlen war zuvor Leitender Oberarzt am Krankenhaus St. Joseph-Stift Bremen. Schüler war Chefarzt der Bergmann Klinik Bremen. Siegmund-Delić war Oberärztin am St. Joseph-Stift.
Ein wesentlicher Teil der operativen Tätigkeit wird in Räumen des KBR stattfinden. Genutzt wird dafür das Zentrum für Ambulantes Operieren (ZAO). Ab Juli stehen dort nach Angaben der Partner ambulante OP-Säle für augenärztliche Eingriffe zur Verfügung. Die Kooperation soll kurze Wege ermöglichen und im Bedarfsfall eine enge Anbindung an stationäre Strukturen bieten. Pflegerischer Geschäftsführer des KBR, Dr. Witiko Nickel, verweist in der Mitteilung auf die wachsende Bedeutung ambulanter Versorgungsformen.
Sprechstunde und Nachsorge bleiben nach Angaben der Augenärzte Niederelbe an den sechs Praxisstandorten der Berufsausübungsgemeinschaft. In Bremerhaven befindet sich die Praxis in der Bürgermeister-Smidt-Straße 162. Weitere Standorte gibt es in Stade (zwei Praxen), Cuxhaven, Dorum und Otterndorf. Zusätzlich betreibt die Gemeinschaft OP-Zentren in Cuxhaven und Stade.
Nach Angaben der Beteiligten reicht das Einzugsgebiet bereits über Bremerhaven hinaus. Patientinnen und Patienten kämen unter anderem aus Ostfriesland, aus dem Elbe-Weser-Dreieck und zunehmend auch aus dem Hamburger Raum.

Um die augenärztliche Versorgung in Bremerhaven zu stärken, gehen die Augenärzte Niederelbe und das Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide eine Kooperation ein.