Startseite Kostenlose Beratung: Ärzte-Initiative startet
Der „Doc-Treff“ Bremerhaven ist startklar. Wann und wo geht es los?
Am 4. März geht der Bremerhavener „Doc-Treff“ an den Start. Die Gespräche werden im Seniorentreffpunkt Ernst-Barlach-Haus, Am Holzhafen 8, von jeweils 18 bis 20 Uhr stattfinden. Sie finden regelmäßig am ersten und dritten Mittwoch im Monat statt, das erste Mal am 4. März 2026. Bei entsprechender Nachfrage könnten die Gespräche zusätzlich im Seniorentreffpunkt Ankerplatz in der Prager Straße stattfinden.
Was genau bietet der Doc-Treff an?
„Es werden fünf Ärzte verschiedener Fachrichtungen sowie zwei Schwestern zur Verfügung stehen, wobei für jedes Beratungsgespräch 20 Minuten eingeplant sind“, sagt Dr. Gunnar Wagner, einer der Hauptinitiatoren der Initiative.
„Dabei soll es um grundsätzliche Verständnisfragen zu Erkrankungen gehen, zum Beispiel, welche Ursachen einer Erkrankung bekannt sind, was man bei chronischen Erkrankungen selbst machen kann, um den Verlauf zu verbessern, oder welche Therapiemöglichkeiten bestehen. Im Gegensatz hierzu werden wir keine Untersuchungen durchführen, keine Diagnosen stellen, keine Behandlungen verordnen oder Zweitmeinungen abgeben. Somit ersetzt der ,Doc-Treff‘ nicht den Besuch bei einem niedergelassenen Arzt.“
Welche Ärzte beraten dort?
Ihr Anliegen ist nicht die Konkurrenz zu den niedergelassenen Praxen, im Gegenteil: Sie möchten mit ihrem ergänzenden Gesprächsangebot im „Doc-Treff“ demnächst die Arztpraxen in Bremerhaven und der Region entlasten. Bis auf einen Rheumatologen sind fast alle Fachrichtungen von der Inneren Medizin über Kindermedizin und Orthopädie bis hin zur psychotherapeutischen Medizin vertreten.
Wie können sich Patienten anmelden?
„Da wir über kein Büro verfügen, findet die telefonische Terminvereinbarung ausschließlich montags von 16 bis 18 Uhr statt“, sagt Wagner. Erstmals können Termine am Montag, 16. Februar 2026, unter der Handy-Nummer 01525/1051900 gebucht werden.
Kommen Kosten auf die Patienten zu?
Nein. Patienten bezahlen nichts. Das Angebot wird von den Ärzten und Pflegekräften ehrenamtlich zur Verfügung gestellt. Mehr als 20 Ärzte und zehn Medizinische Fachangestellte und Pflegekräfte wollen mit dem „Doc-Treff“ ein neues Angebot schaffen. Sie sind alle im Ruhestand, wollen sich aber weiterhin in Bremerhaven engagieren.
Ist der „Doc-Treff“ eine Alternative zu „Dr. Google“?
„Der ,Doc-Treff‘ bietet im Gegensatz zu Informationsportalen im Internet, wie zum Beispiel Dr. Google, ein persönliches Gespräch mit viel Zeit in einer bewusst nicht praxis- oder kliniktypischen Atmosphäre an“, erklärt Wagner das Ziel der Ehrenamtlichen.
„Wer im Netz nach Krankheiten und Symptomen googelt, macht erst einmal nichts falsch“, sagt Psychologin Isabelle Wenck von der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH). „In den meisten Fällen verbessert dies sogar die eigene Gesundheitskompetenz – vorausgesetzt, die Informationen sind seriös und aktuell.“ Doch sie warnt zur Vorsicht: Laien könnten schnell auf eine Flut von Diagnosen stoßen, die sie überforderten, ganz gleich, welche Online-Quelle sie nutzen.