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Forscher:innen schaffen neues Wissen
Bremerhaven hat sich in den letzten Jahren zu einem bedeutenden Wissenschaftsstandort entwickelt. Renommierte Forschungseinrichtungen verbinden hier maritimes Erbe mit Innovation – von der Meeres- und Klimaforschung bis zu zukunftsweisenden Technologien.
Wissenschaftliche Institute in Bremerhaven
Forschungsfelder: Meer, Schifffahrt, Energie, Ernährung, Technologie und Zukunft
Etliche renommierte Einrichtungen – viele eng verzahnt mit der regionalen Wirtschaft – prägen die umfangreiche Wissenschaftslandschaft.
Das AWI ist eine international renommierte Forschungseinrichtung für Polar- und Meeresforschung sowie Klimaforschung. Am Hauptstandort Bremerhaven arbeiten rund 800 Mitarbeiter:innen. Das AWI spielt eine zentrale Rolle in der aufstrebenden Forschungs- und Entwicklungsmeile für die maritime Wirtschaft in Bremerhaven. Die Stabstelle Technologietransfer unterstützt bei Innovationen von der Beratung bis zur Verwertung, inklusive Patentanmeldungen und Kooperationen.
Das DAH ist nicht nur ein preisgekröntes Museum, sondern auch eine führende wissenschaftliche Einrichtung. Mit über 70 engagierten Mitarbeiter:innen widmet sich das DAH der Migrationsforschung und dem Aufbau einer beeindruckenden Sammlung, die die Auswanderung über Bremerhaven aufarbeitet. Im Sommer 2021 wurde zudem die Academy of Comparative Migration Studies (ACOMIS) eröffnet.
Interaktive Ausstellungen zeigen, wie Wissenschaftler das Ökosystem Watt erforschen – von Zugvögeln über Muscheln und Wattwürmer bis zu Fragen des Klimawandels und Küstenschutzes. Damit wird verständlich, wie eng Forschung, Naturschutz und maritime Wirtschaft miteinander verbunden sind.
Das DSM ist ein Forschungsmuseum der Leibniz-Gemeinschaft. Seit seiner Gründung im Jahr 1971 hat es sich zu einer umfangreichen Sammlung historischer Bestände zur deutschen Schifffahrt entwickelt, die auch internationale Relevanz hat. Das DSM widmet sich der Bewahrung, Dokumentation, Erforschung und Vermittlung dieser Schätze. Rund 100 Mitarbeiter:innen sowie Auszubildende engagieren sich für die vielfältigen Beziehungen zwischen „Mensch und Meer“ in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Das DLR wurde 2017 in Bremerhaven gegründet. Mit Fokus auf maritime Sicherheit arbeiten die über 50 Mitarbeiter:innen daran, Häfen, Seewege, Offshore-Einrichtungen und Schiffe zu sichern. Das Institut konzentriert sich auf drei Missionen: die Stärkung der Resilienz maritimer Infrastrukturen, die Lageerfassung sowie gesellschaftliche Aspekte der Sicherheitsforschung.
Das Fraunhofer IWES spielt eine entscheidende Rolle bei der Absicherung von Investitionen in technologische Weiterentwicklungen im Bereich der Windenergie. Durch innovative Messmethoden verkürzt das Institut Innovationszyklen, beschleunigt Zertifizierungsvorgänge und erhöht die Planungsgenauigkeit. Als Forschungspartner für Unternehmen weltweit ist das IWES Nordwest führend in seinem Fachgebiet.
Die HS Bremerhaven ist bekannt für ihre Nähe zur maritimen Wirtschaft und ihre praxisorientierte Ausbildung. Studiengänge wie „Transportwesen/Logistik“, „Windenergietechnik“ und „Lebensmitteltechnologie/Lebensmittelwirtschaft“ bieten den Studierenden eine enge Verbindung zu den Unternehmen vor Ort.
Das ISL ist eines der europaweit führenden Institute für Forschung, Beratung und Know-how-Transfer in der maritimen Logistik. Vor Ort erstellen die Expert:innen Statistiken und Prognosen zur weltweiten Logistik, optimieren Prozesse in den Häfen und Terminals, erforschen Sicherheits- und Umweltfragen sowie die Einführung innovativer Technologien.
Das ttz Bremerhaven ist ein unabhängiger Forschungsdienstleister und betreibt anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung. Unter dem Dach des ttz Bremerhaven arbeitet ein internationales Expertenteam unter der Maxime „Forschung für mehr Lebensqualität“ in den Bereichen Lebensmittel und Ressourceneffizienz.
Das Thünen-Institut für Seefischerei forscht an ökologischen und ökonomischen Grundlagen für den Schutz der Fischbestände und Ökosysteme in der Nordsee sowie im Nordatlantik. Das Thünen-Institut für Fischereiökologie wiederum widmet sich der Meeresumwelt, Biodiversität und Aquakultur. Gemeinsam gestalten beide Institutionen seit 2018 am Fischereihafen eine nachhaltige Zukunft für Meeresressourcen und innovative Lösungen für die Aquakultur.